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DIE KÜNSTLER

 



11. April 2008

klammer

Vladislav Delay Quartet
Das Vladislav Delay Quartet ist die aktuelle Bandformation von Vladislav Delay - und wird im Rahmen von My Favourite Thing das erste Mal live aufspielen. Der analoge Ansatz der Musiker Sasu Ripatti, Lucio Capece, Derek Shirley und Mika Vainio improvisiert zwischen den Polen Jazz, Ambient und Noise. Die Gruppe tritt an, die Grenzen von elektronischer und akustischer Musik herauszufordern und zu durchbrechen.
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Groupshow

Groupshow ist ein Trio bestehend aus Jan Jelinek, Hanno Leichtmann & Andrew Pekler. Obwohl die Instrumentenaufteilung der Mitglieder noch endgültig beschlossen werden muss, benutzt Jan Jelinek tendenziell Rechner, Effektgerät und Mischpult. Hanno Leichtmann schlägt dagegen oft auf Trommeln, Becken und synthetische Drum- Pads. Gleichzeitig dreht Andrew Pekler gelegentlich an den Knöpfen und Reglern seiner Gitarreneffektgeräte. Der resultierende Grouphhow-Sound kann als Prozess des Oszillierens zwischen den Polen Stille und Geräusch beschrieben werden. Das Ganze wird durch regelmäßige Ausbrüche von Musik unterbrochen.
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The Crack Whore Society

Drinks and drugs, noise, sickness… wilkommen in der Crack Whore Society! Tief verwurzelt in der Punk und Hardcore Szene der frühen 90er Jahre lässt sich der Sound der Berliner Band heute am besten so beschreiben: ADDICTIVE ROCK MUSIC! Die Band um Frontsau Patrick Schauer besteht aus Mario Bender (Gitarre), Kai Mohr (Gitarre), Andreas Paruschke (Tieffrequenzen) und Marco Haas (Schiessbude). Vereint zimmern sie eine dermaßen extreme Soundwand zusammen, das Stahlbeton dagegen wie Zuckerwatte aussieht. Sick As Fuck, Twice As Hard.
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Ronald Lippok

Der Maler Ronald Lippok war Schlagzeuger der ersten und legendären Ostberliner Punkband "Rosa Extra", die sich nach einer DDR-Damenbinde benannte. Über die gesamte Zeit der 80er Jahre, dem letzten Jahrzehnt der DDR, war er an unzähligen Projekten als Maler und Musiker beteiligt. Als Maler arbeitete er vor allem mit den Ostberliner Dichtern Bert Papenfuß und Henryk Gericke zusammen. Als Musiker machte er sich einen Namen durch die Avantgardeband "Ornament & Verbrechen", die er in ständig wechselnder Besetzung gemeinsam mit seinem Bruder Robert Lippok betrieb. Heute ist Ronald Lippok Sänger und Keyborder der Band Tarwater und Schlagzeuger der Band To Rococo Rot. Beide Bands sind international erfolgreich.
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12. April 2008

klammer

Vladislav Delay

Vladislav Delay, Uusitalo, Luomo, Conoco, Sistol - im Schatten dieser Pseudonyme experimentiert der finnische Schlagzeuger und Elektroniker Sasu Ripatti mit Ambient, gebrochenen verdrehten Beats, House und gefühlvollem Gesang. Er ist bekannt für eine sinnliche Verbindung von arhythmischen Strukturen und aleatorische Elementen zu mehrschichtigen Texturen. Darüber hinaus arbeitet er mit Künstlern wie Scissor Sisters, Craig Armstrong, AGF, Black Dice, Massive Attack, Towa Tei und Ryuichi Sakamoto. Während seine Nebenprojekte mit geraden Rhythmen und dem Dancefloor kokettieren, gilt seine Liebe dem Experimentieren mit Klängen und Rhythmen, dem Finden von Musik die noch nie gehört wurde. Ripatti begann in den späten 90er Jahren in Helsinki aufzutreten, einer dieser Auftritte wurde zu seiner ersten Veröffentichung, "A Kind of Blue" betitelt, als Hommage an den klassischen Jazz, mit dem Ripatti aufwuchs und dem noch immer sein Respekt und seine Liebe gilt. Ripatti lebt in Berlin und betreibt ein eigenes Label: Huume.

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Forest Jackson

"Jetzt öffnet man den Kreis ein wenig, man öffnet ihn ganz, lässt jemanden eintreten, ruft nach jemandem oder tritt sogar selber aus dem Kreis heraus, stürzt nach Aussen ... man bricht aus, wagt eine Improvisation. Aber Improvisieren bedeutet, sich mit der Welt zu verbinden und zu vermischen. Am Leitfaden eines Liedchens geht man aus dem Haus." Guattari/Deleuze - Tausend Plateaus. Forest Jackson ist das Schlagzeuger-Alter Ego des Produzenten und Musikers Hanno Leichtmann. Er veröffentlichte 2006 die CD "Cymbalism" auf dem Wiener Experimental-Label MOSZ. Momentan arbeitet er an einer Komposition mit dem Titel "The Semipermeable Membran Suite", ein ad-hoc-work-in-progress-hybrid aus Soundtexturen, Beatz, Improv und Exotica, live eingespielt und bearbeitet auf einem electro-akustischen Drumset und live-Elektronik. Eine Bestands-/ Momentaufnahme dieser Komposition wird Forest Jackson am zweiten Abend von My Favourite Thing präsentieren.

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T.Raumschmiere
Industrial, Punk Rock und Hardcore waren die ersten musikalischen Einflüsse von Marco Haas aka T.Raumschmiere, "Sei dagegen" wurde schnell zu seinem Lebensmotto. Anfang der 90er war Marco Schlagzeuger der Hardcore-Band "Zorn". 1997 gewann Marco Haas' Band "Stormbow" einen Wettbewerb, der das erste Album auf seinem inzwischen legendären Plattenlabel Shitkatapult (zusammen mit Marcus Stotz) finanzierte. Im gleichen Jahr starb William S. Burroughs und wurde damit zum Namensgeber von Marco Haas' elektronischem Solo-Projekt, T.Raumschmiere (basierend auf der Kurzgeschichte "Die Traumschmiere" von Burroughs). Später gründete er zusammen mit Daniel Meteo und Florian Schmieg die Random Noize Musick GmbH. 2006 erschien T.Raumschmiere’s 5tes Album "The Random Noize Sessions Vol.1", auf dem er eine Kollektion verloren gegaubter Studio- und Liveaufnahmen aus den Jahren 1996 & 2005 verarbeitete - dunkle ambient Tracks, Beats und Bilder, in bester Tradition des asiatischen Film Noir der späten 90er, auf den Spuren von Helden wie Robert Hood oder Mike Ink, beeinflußt durch Künstler wie Coil, Pan Sonic oder Steve Albini. Marco Haas präsentiert die "Random Noize Sessions" live nur sehr selten auf ausgesuchten Veranstaltungen, das letzte Mal 2006 als Support seiner persönlichen Helden Sonic Youth auf dem State-X New Forms Festival in Den Hag, Niederlande. Im Rahmen von My Favourite Thing wird Marco Haas mit seiner Formation The Crack Whore Society auftreten sowie eine neue "Random Noize Session" präsentieren.
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Moritz von Oswald

Musikalisch trat Moritz von Oswald erstmals 1983 als Mitglied der NDW-Formation Palais Schaumburg in Erscheinung. Nach Auflösung der Band arbeitete er in verschiedenen Projekten, bis er ab 1992 mit Mark Ernestus unter dem Pseudonym Maurizio dubbige Techno-Produktionen veröffentlichte. Unter dem Namen 3MB produzierte von Oswald ausserdem mit Thomas Fehlmann für das bekannte Berliner Tresor Records-Label. Einer breiteren Öffentlichkeit wurden die von Ernestus und von Oswald gegründeten Techno-Label Basic Channel und Chain Reaction bekannt. Vor allem Basic Channel gilt als eines der wichtigsten deutschen Techno-Label der 90er Jahre. Im weiteren Verlauf nahmen von Oswald und Ernestus verstärkt Bezug auf die Dub-Musik, und produzierten weitere Stücke auf Main Street auch in Zusammenarbeit mit dem Dominicaner Tikiman. Sie setzten diese Entwicklung seitdem konsequent fort und gründeten die Label Burial Mix und Rhythm & Sound. Mit der Gründung der Label Imbalance (1993) und Chain Reaction (1995) bot er bzw. beide auch anderen Künstlern wie dem aus Finnland stammenden Vladislav Delay eine Plattform zur Veröffentlichung von experimentellen Techno-Stücken. Mit Vladislav Delay und Max Loderbauer bestreitet von Oswald auch ein neues Projekt unter dem Namen Moritz von Oswald & Crew. Bei My Favourite Thing wird von Oswald eines seiner legedären Reggae-Sets präsentieren.

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20. April 2008

klammer

Paul Lovens/Clayton Thomas

Paul Lovens spielt Schlagzeug von klein auf, schon mit 14 Jahren trat er mit diversen Jazz-Combos unterschiedlicher Stile auf. Seit 1969 musiziert er fast ausschließlich im Bereich der Improvisation und des Free Jazz auf ausgesuchten Instrumenten. Er hat über die Jahre mit fast allen namenhaften Größen des Free Jazz und der Improv-Szene weltweit gearbeitet, darunter Globe Unity Orchestra, The Berlin Contemporary Jazz Orchestra, Schlippenbach Trio, Quintet Moderne, Company, sowie ein Duo mit Paul Lytton. Paul Lovens hat Konzerte in über 40 Ländern gegeben, ist einer der Gründer einer Musiker Kooperative, und betreibt seit 1976 sein eigenes Plattenlabel Po Torch. Neben einigen wenigen, ausgesuchten Solo-Auftritten galt Loven's interesse in den den letzten 20 Jahren vor allem der kontinuierlichen Improvisationsarbeit in einer Reihe kleiner, fester Formationen. Mitte der 90er Jahre gab es deres um die 16, einige fasste Lovens daraufhin in einem Projekt namens "Vermögen" zusammen. Lovens ist das Paradebeispiel dafür, dass ein Schlagzeuger/Percussionist nicht nur dazu da ist, das Beatgerüst zu legen und damit die anderen Musiker in Bewegung zu setzen, sondern auch, um zuzuhören, zu kolorieren, spielerisch zu gestalten und damit den gesamten Klang einer Improvisation anzuleiten und zu dirigieren. Live berührt Lovens durch die Intensität seines Spiels und durch seine Konzentration auf den Moment, und es beschleicht einen das überwältigende Gefühl, das selbst die zufälligsten Ereignisse präzise zeitlich geplant waren. Im Rahmen von My Favourite Thing wird Paul Lovens zusammen mit dem jungen Bassisten Clayton Thomas ein akustisches Konzert geben.
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Stephan Mathieu

Stephan Mathieu präsentiert VIRGINALS, eine Hommage an einige seiner favourite minimal composers. Für My Favourite Thing spielt er Alvin Luciers "Music With Magnetic Strings", interpretiert auf dem Oktavspinett und Francisco Lopez' "Untitled #92" in einer Version für mechanische Picknick-Grammofone und selbstbespielte Dubplates. Da der Urahn des MK1210 aus diesem Anlass gleich vierfach im Haus ist, bringt Stephan eine eklektische Auswahl von rohem Gospel, frühem Hula, Doo-Wop und Hillbilly auf 78rpm Schellackplatten mit. Als Stephan Mathieu Ende der 80er zum ersten Mal Paul Lovens im Schlippenbach Trio live hörte stand für ihn fest: So geht Schlagzeug! Die 90er Jahre verbrachte er dann als Trommler und eine der treibenden Kräfte der damals aufkeimenden Echtzeitmusik Szene in Berlin. Sein Spiel, angesiedelt zwischen den Polen Rauschen und klarem Beat ("Irgendwo zwischen Pansonic und Oval", so die taz 1997) galt bald als unverkennbar und war international in unterschiedlichen Kontexten zu hören. Gegen Ende des Jahrzehnts ging Mathieu zurück nach Saarbrücken, gründete eine Familie und begann seine Musik auf Computern zu spielen. Seitdem wurde seine Arbeit auf 16 Alben von einigen der besten Labels für abstrakte Digitalia veröffentlicht und weltweit auf allen relevanten Festivals aufgeführt. 2002 bezeichnete das US-amerikanische Magazin Wired ihn als "one of the most important laptop musicians of our time". Stephan Mathieus Musik beruht auf Aufnahmen von akustischen, oftmals historischen Instrumenten, field recordings und obsoleten Medien, die mittels experimenteller Mikrofonie, Editiertechniken und komplexen digitalen Prozessen zu hypnotisierenden Klanglandschaften transformiert werden. Sein Sound wurde mit der Malerei Caspar David Friedrichs und den Werken der Colorfield Künstler Barnett Newman, Morris Louis und Mark Rothko verglichen. Seit einer Weile rückt der Computer allmählich wieder aus dem Mittelpunkt von Mathieus Musik. Im Sommer 2008 wird HORATIO ORATORIO, eine Komposition, die gemeinsam mit dem Londoner Komponisten Aleksander Kolkowski für ein ausgewachsenes Ensembel von mechanischen Grammofonen, Wachszylinder-Phonografen und einem selbst entwickelten 12-Kanal Lautsprechersystem entstand, uraufgeführt. Bei Stephan Mathieus neuestem Projekt VIRGINALS handelt es sich um eine komplett computerfreie Zone, eine Serie von speziellen Interpretationen einiger Stücke von Phill Niblock, Alvin Lucier, Charlemagne Palestine, Francisco Lopez und anderer, die auf einem Renaissance Instrument und Grammofonen gespielt werden. Stephans aktuelles Album RADIOLAND ist ab Mitte April auf dem Mailänder Label Die Schachtel erhältlich.
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David Moss

David Moss gilt als einer innovativsten Sänger und Perkussionisten der zeitgenössischen Musik. Er hat seine Solo und Theaterarbeiten weltweit aufgeführt, ausserdem organisiert er Festivals, Workshops und Performanceprojekte. 1991 bekam er ein Guggenheim Stipendium, 1992 eine Einladung des DAAD Berlin. Moss ist Mitbegründer und künstlerischer Leiter des Institute for Living Voice, wo er mit anderen Sängern regelmässig Workshops anbietet. Vor kurzem hatte er Premiere mit dem Stück "david lunaire:pierrot Lunaire:re-set" mit dem römischen Ensemble Alter Ego und war Solist in Schoenbergs "Ode an Napoleon" mit dem Ensemble Resonanz. Moss singt in Heiner Goebbels "Surrogate Cities" und "Prometheus" und tourte mit dem Zappa Programm des Ensemble Modern. Er sang diverse Male mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und in der Carnegie Hall mit dem American Composers Orchestra. Moss solierte bei den Salzburger Festspielenin Luciano Berios "Cronaca del Luogo"(1999), wo er abermals 2001 als Prinz Orlovsky in der umstrittenen Inszinierung der "Fledermaus" auftrat. In den letzten 25 Jahren hat Moss mit vielen der wichtigsten internationalen Performern, Komponisten, Musikern und Regisseuren zusammengearbeitet. Beim My Favourite Thing Festival wird Moss seine seltene Solo-Schlagzeug/Stimm-Performance "Wild World" aufführen.
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